Kontakt

Karmeliterkloster Marienthal
An der Klosterkirche 8, 46499 Hamminkeln 
Tel.: 02856/91830
Mail: info(at)karmel-marienthal.de 
Internet: www.karmel-marienthal.de 

Kloster Marienthal

Das Kloster Marienthal ist ein ehemaliges Kloster der Augustiner- Eremiten und heutigen römisch-katholischen Pfarr- u. Kramelkirche in Hamminkeln- Marienthal (Kreis Wesel).

1256 holte Ritter Sueder aus Ringenberg Augustiner- Eremiten auf seine Besitzungen und stiftete ihnen ein Kloster an der Iseel, das Oratorium Ten Beylar. Dieses war allerdings durch den Fluss hochwassergefährdet, so dass man eine Umsiedlung in das nahe gelegene heutige Marienthal beschloss. Marienthal ist damit das älteste Kloster der Augustiner- Eremiten in Deutschland. Die Augustiner waren vermutlich aus Klöstern des heutigen niederländisch- belgischen Gebietes gekommen. 
1806 wurde das Kloster infolge der Säkularisation aufgehoben. 
1839 wurde Marienthal eine selbstständige Pfarrgemeinde und die Klosterkirche Pfarrkirche. Nach ihrer Patronin, der hl. Maria, erhielt sie den Namen Mariä Himmelfahrt. 
Seit 1986 übernahm Krameliter die Pfarrseelsorge und begründete ein neues Kloster.

Die Klosterkirche St. Marien wurde 1345 geweiht und ist ein in den Formen der niederrheinischen Spätgotik erreichter einschiffiger Backsteinbau mit 5/8 Chorschuss. Sie ist als Bettelordenskirche mit einem kleinen Dachreiter ausgestattet.
Vom ehemaligen Kreuzgang hat sich südlich der Kirche ein Flügel des 17.Jh. erhalten, in welchem sich ein Glasfenster von Heinrich Campendonk befindet. 
In der Westfassade der Kirche befindet sch unter einem gotischen Spitzbogenfenster eine dreigeteilte Blende, die oberhalb des Portals eingelassen ist. In ihr befnden sich in Maßwerknischen drei Sandsteinfiguren, die 1939 geschaffen worden sind. In der Mitte steht die hl. Maria mit dem jesuskind, rechts die hl. Monika und links ihr Sohn, der hl. Augustinus. Sie ersetzen teilweise verwitterte Figuren aus dem 15. Jh., die sich heute im Kircheninneren befinden. 

Das Chorgestühl an beiden Seiten der Chorwände und eine Kreuzigungsgruppe an der rechten Langhauswand, lassen sich in die Zeit um 1450  datieren.
1925 wurden bei Restaurierungsarbeiten Gewölbemalereien aus der Zeit nach 1450 entdeckt und im Chor teilweise freigelegt. Die Deckenmalerei links im Chor zeigt die Abbildung einer Kirche mit Rundbogenfenstern, die auf die erste Kirche des Klosters in Ten Bylar hinweisen könnte. Im Langhaus wurden bei späteren Arbeiten 1968/69 Rankenmalereien gefunden, die die Schlusssteine umgeben sowie im zweiten und dritten Joch Secco- Malereien, die Christus als Weltenrichter und musizierende Engel zeigen.

 
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